Robuste Rebsorten, moderne Analytik, Ausbildung und Wissenstransfer im Mittelpunkt – LVWO als zentrale Stelle für die Zukunft des Weinbaus
Weinsberg, August `26 – Der Weinbau steht vor großen Herausforderungen: veränderte Absatzmärkte, insbesondere ein geringerer Konsum, klimatische Veränderungen und steigende Produktionskosten. Die Rebflächen des Landes gehen weiter zurück. In Württemberg lag sie 2025 erstmals seit 1991 wieder unter 11.000 Hektar. Damit geht die Frage einher, wie Weinbau künftig wirtschaftlich erfolgreich betrieben werden kann. Welche Antworten Forschung, Ausbildung und Praxis darauf geben können, stand im Mittelpunkt eines gemeinsamen Besuchs von Marion Gentges MdL, Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg und der örtlichen Landtagsabgeordneten Isabell Huber, an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau (LVWO) in Weinsberg.
„Wir befinden uns im Weinbau in einem Strukturwandel. Die LVWO unterstützt mit Ihrer Arbeit unsere Winzerinnen und Winzer sowie unsere Obstbauern, beispielsweise mit der Züchtung pilzresistenter Sorten wie die Sauvitage im Weinanbau oder der Ausbildung von Weinerlebnisführern im Bereich des Weintourismus. Das hilft enorm und kommt an“, betont Isabell Huber.
Besonders im Fokus standen die Arbeiten an robusten Reb- und Apfelsorten, die unter anderem widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten, Trockenheit und Hitze sein sollen. Auch die moderne Getränkeanalytik und die Untersuchung mikrobiologischer Prozesse wurden vorgestellt. Der Termin bot zugleich einen Einblick in die breite Bildungsarbeit der LVWO – von der Ausbildung im Wein- und Obstbau bis hin zur Fachkraft für Brennereiwesen und dem dualen Studiengang Wein-Technologie-Management.
Ministerin Marion Gentges erläutert: „Die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg ist Deutschlands älteste Weinbauschule. Sie ist breit aufgestellt und bildet bis zum Meister oder Bachelor-Abschluss aus. Zudem bearbeitet sie aktuelle Forschungsfragen zu Agri-Photovoltaik, Düngung und Sortenzüchtungen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Umsetzung von Erkenntnissen und Ergebnissen in die Praxis“.
