Nachdem im vergangenen Jahr die lange erwartete Studie zum Ausbau der Frankenbahn erschienen ist, aus der in Folge ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Situation auf der Strecke abgeleitet wurde, findet auf Einladung von Landrat Norbert Heuser in Möckmühl heute eine öffentliche Diskussionsveranstaltung mit Vertretern aus Bund und Land statt, im Rahmen derer das weitere Vorgehen skizziert sowie dem Forderungskatalog Nachdruck verliehen werden soll.

Die regionalen CDU-Abgeordneten aus Land und Bund, Isabell Huber MdL, Peter Hauk MdL, Nina Warken MdB und Alexander Throm MdB, durch deren Wahlkreise die Frankenbahn führt, setzen sich seit Jahren für deren Ausbau ein.

„Die Ergebnisse der Studie zum Ausbau der Frankenbahn waren keine Überraschung. Den enormen Handlungs- und Investitionsbedarf, den die Studie nochmals eindrücklich unterstreicht, erleben die Pendlerinnen und Pendler aus unseren Wahlkreisen tagtäglich“, so die Abgeordneten. Im Rahmen dreier Pakete, die voneinander unabhängig und zeitlich voneinander abgegrenzt umgesetzt werden können, sollen nun Verbesserungen erfolgen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Stärkung des Regionalverkehrs. So sollen insbesondere die Zuverlässigkeit der Frankenbahn gesteigert und schnellere Verbindungen ermöglicht werden.

„Wir unterstützen die Initiative sowie das Maßnahmenpaket von Landrat Norbert Heuser in seiner Funktion als Koordinator für die Frankenbahn mit dem Ziel, die Grundlage für eine moderne und attraktive Schieneninfrastruktur in der Region zu schaffen. Die Maßnahmen sind ein Schritt in die richtige Richtung, die Fortschritte auf der Strecke ermöglichen werden, auch wenn es zunächst kleine sind. Dass im Moment keine größeren Sprünge möglich sind, liegt aber sicher nicht an fehlendem Engagement aus der Region, sondern an der Tatsache, dass von übergeordneter Ebene bisher keine weiteren Handlungsspielräume zur Realisierung eingeräumt werden. Der Wille aus der Region für den Ausbau ist da, der Bund muss nun in enger Abstimmung mit dem Land endlich die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen“, betonen Isabell Huber MdL, Peter Hauk MdL, Nina Warken MdB und Alexander Throm MdB.

Mit Blick auf einen Fernverkehrsanschluss für die Region, der zuletzt wieder in weiter Ferne gerückt ist, lassen die Abgeordneten verlauten: “Es ist bedauerlich, dass die Bahn – entgegen ursprünglicher Planungen, die einen Anschluss Heilbronns an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn ab 2028 in Form eines IC-Halts vorgesehen hatten – nun keine positiven Signale mehr diesbezüglich erkennen lässt. Es gibt quasi kaum eine andere Region bzw. Stadt in Deutschland, mit vergleichbarer Bevölkerungszahl und Wirtschaftskraft, die über keinen Anschluss an das Fernverkehrsnetz verfügt. Hier besteht zweifelsohne Nachholbedarf. Aus diesem Grund werden wir – trotz aktuell begrenzter Aussichten auf eine baldige Realisierung – nicht nachlassen, uns bei der Deutschen Bahn sowie den entsprechenden Stellen für einen Fernverkehrsanschluss für die Region einzusetzen